Wir schreiben das Jahr 1970, als das dritte Album von Van Morrison namens Moondance erschein und es sollte ein würdiger Nachfolger von Astral Weeks werden. Der ehemalige Frontman von Them, die mit Nummern wie Baby, please don’t go und Gloria Kultstatus genossen, zeigte sich auf Moondance ganz als „Caledonian Soul“-Musiker, wie der stolze Nordire seine Musik gerne mal bezeichnet. Man ist immer noch ganz verzückt, wenn man Stücke wie Into the mystic, Caravan, Everyone oder Moondance hört – man fühlt sich in die 70er entführt. Jetzt klingen die Stücke immer noch taufrisch wie am ersten Tag und man merkt den Nummern in keiner Sekunde an, dass sie bereits 43 Jahre alt sind.

Ein wunderbares Album, das man von Song 1 bis Nummer 10 durchhören kann. Diese über 38 Minuten entführen einen in eine Wunderwelt aus Jazz, Blues und Folk, Countryrock und einigen anderen elementaren Genres. Dazu noch diese sonore Stimme von Van Morrisson, die cool daherkommt, wie es immer noch nur ganz wenige Vertreter gibt, die ihm das Wasser reichen können.

Dazu diese Saxofonklänge, die von Jack Schroer, Collin Filton und eben vom Meister selbst einen wunderbaren Klangteppich erzeugen und sich damit wunderbar in die meisterlich arrangierten Titel einfügen – die Band leistet beinahe Unmenschliches. Ein Meisterwerk ist dieses Album, das nun durch eine Bonus-CD ergänzt wurde.

Auf dieser Sessions, Alternates and Outtakes befinden sich elf bislang unveröffentlichte Aufnahmen aus dem Studio. Nicht nur für „Van the Man“-Fans, sondern auch für musikhistorisch interessierte Zuhörer, wie zum Beispiel die Version von Nobody knows you, when you’re down and out zeigt. Aber natürlich verhallen diese Bonustracks im Vergleich zu dieser Sternstunde.

Homepage: www.vanmorrison.com
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Twitter: www.twitter.com/vanmorrison

Text: Dennis Kresse