Das neue We Are The Ocean-Album hätte eine hervorragende Platte werden können. Schade, dass die Band es nicht geschafft hat, mich mit Ark zu überzeugen, denn der Beginn der Platte kann sich sehen beziehungsweise hören lassen. Von einer einfachen Post-Hardcore-Band hat sich die Formation inzwischen zu einer Gruppe formiert, die mehr nach Stadionrock a la Muse klingt, als nach Musikern, welche in einem Namenszug mit A Day To Remember oder Silverstein genannt werden. Zwar sind die musikalischen Elemente nach wie vor dem Post-Hardcore zuzuordnen, doch die aufwendige Produktion lässt schon im Opener an die bereits erwähnte britische Rockband mit dem Frontmann Matthew Bellamy erinnern.

Während die ersten Songs gut anzuhören sind, verliert sich ein Großteil der neuesten CD schließlich in Belanglosigkeit. Sehr schade, denn We Are The Ocean haben es eigentlich geschafft, Album für Album immer wieder neue Ohrwürmer auszupacken und beeindruckende Stücke zu komponieren. Auf der neuen Platte stört vor allem aber die extrem glatte Produktion. Nicht falsch verstehen, es ist keinesfalls schlimm, dass sich eine Band weiterentwickelt, doch gerade We Are The Ocean konnten in der Vergangenheit mit einer raueren und aufregenderen Produktion glänzen. Aber vielleicht stehe ich schließlich mit meiner Meinung auch alleine da und es ist immer noch nicht ausgeschlossen, dass sich Ark erst nach mehreren Hördurchgängen entfaltet. Das Artwork ist jedenfalls sehr gelungen und viele treue Fans werden auch auf dem neuesten Album zahlreiche Hits entdecken.

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Text: Melvin Damian Klein