Hinter dem Namen Where Did Nora Go verbirgt sich die dänische Sängerin und Cellistin Astrid Nora, die zwar schon 2010 ihr Debütalbum herausgebracht hat, aber mit diesem neuen Projekt ganz von vorne anfangen will. Ihre beiden musikalischen Mitstreiter Henrik Marstal und Kasper Rasmussen haben zudem das Album produziert, daher könnte man hier fast von einem Trio sprechen. Was Nora mit diesem an Henrik Ibsens Drama Nora oder Ein Puppenheim angelehnten Album präsentiert, ist eine wirklich schöne Auswahl von eher akustischen Liedern, die ihren guten Gesang stimmig untermalen, durchgehend eine kammermusikalische Atmosphäre erzeugen und dabei trotzdem eingängig bleiben.

Natürlich steht das Cello im Mittelpunkt, aber übermäßig wird es glücklicherweise nie eingesetzt. Vielmehr entsteht daraus eine dunkle Klangmischung, irgendwo zwischen Folk und moderner Klassik. Dabei machen alle Stücke etwas her – bis auf eines: Made Of Clay passt mit seiner heiteren, beschwingten und Bossa-Nova-artigen Stimmung überhaupt nicht zu dem Rest des Albums. Dafür sind die anderen neun Songs auf sehr hohem Niveau. Es ist einfach schön zu hören, wie natürlich das Album klingt, ohne altbacken zu wirken. Wenn auch nicht alles perfekt ist, ist das Debütalbum von Where Did Nora Go dennoch ein sehr guter Anfang.

Im Februar sind Where Did Nora Go mit Forest And Crispian unterwegs:

12.02.2013 Nürnberg, MUZ CLUB
13.02.2013 Rostock, Mau Club
14.02.2013 Dortmund, Herr Walter
15.02.2013 Göttingen, Pools
16.02.2013 Osnabruck, GLANZ & GLORIA

Homepage: www.wheredidnorago.com
Facebook: www.facebook.com/wheredidnorago

Text: Wolfgang Merx