Irgendwie seltsam, eigentlich erscheinen die großen Werke des nachdenklichen William Fitzsimmons eher im Herbst, wenn sich der Sommer verabschiedet, die letzten Blätter von den Bäumen fallen und man sich den brillanten Texten des US-amerikanischen Geschichtenerzähler eingehüllt in eine Decke und einen frischen Tee in der Hand auf dem heimischen Sofa konzentriert widmen kann. Jetzt Mitte Mai ist aber das Mini-Album auch sehr willkommen, denn ein guter Song ist nun mal ein guter Song, egal zu welcher Jahreszeit er auch erscheint. Und an guten Stücken aus der Feder des William Fitzsimmons herrscht nun mal kein Mangel, im Gegenteil. Zwar sind auf Pittsburgh nur sieben Lieder zu finden, aber jedes hat, wie immer bei Fitzsimmons, seine absolute Daseinsberechtigung.

Seine Heimat Pittsburgh wurde thematisiert und jeder der einen Ort Heimat nennen kann, findet sich in den Songs wieder. Im Song I had to carry her (Virginia) besingt er den Verlust seiner Großmutter und das tut er mit zu Herzen gehenden sehr persönlichen Worten. Dabei ist dies nur ein Beispiel der lyrischen Fähigkeiten des William Fitzsimmons.

Die Wartezeit auf den Nachfolger zu Lions ist ihm mit dieser EP durchaus gelungen.

William Fitzsimmons auf Deutschland-Tour

28. Juli 2015, Darmstadt – Merck-Sommerperlen Festival
29. Juli 2015, Marburg – KFZ
31. Juli 2015, Leipzig – Parkbühne GeyserHaus
05. August 2015, Luhmühlen – A Summer’s Tale Festival
08. August 2015, Lingen – Alter Schlachthof
09. August 2015, Düsseldorf – ZAKK
23. August 2015, Köln – c/o Pop Festival & Conference

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Rezension: William Fitzsimmons – Lions

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Text: Dennis Kresse