Da beginnt das Album erst einmal mit Geräuschen, die so klingen, als hätte die CD einen Sprung und man fragt sich, ob die CD nicht kaputt ist. Aber nein, direkt danach beginnt das Album des Ein-Mann-Projektes aus Sibirien, das atmosphärischen Black Metal macht und so endet das Album auch mit demselben Rauschen. Mittendrin wird man in die sibirische Kälte entführt, die ebenso düster wirkt, wie es der Albumname vermuten lässt, die durch dezent eigesetzte Keyboards erzeugt werden, während sich die Gitarren mal brachial mal schleppend über diese legen. Ein andern mal scheint man ein Pfeifen weit entfernt wahrzunehmen, aber man bleibt isoliert und alleine in den Klängen dieses Albums gefangen.

Dann Xylophone, die ebenfalls eine menschenleere und verschneite Winterlandschaft vor Augen entstehen lassen (No stars), dann doomige Passagen (A City on Fire), russische Sprachsamples leiten dagegen Only full dark ein, das melancholisch wirkt, depressiv wirkt dagegen Neswa-Pawuk und mit Flashback to my lake erklingen dann hypnotische Riffs, die einen in einen Strudel der Dunkelheit zu ziehen scheinen.

no stars, only full dark ist ein Album, das sehr minimalistisch und repetitiv vorgeht, auch wenn die einzelnen Lieder den Eindruck erst einmal nicht erwecken, dennoch funktioniert es mit all diesen Mitteln. Eine Schwäche ist aber, dass es der Musik unterm Strich an einem Alleinstellungsmerkmal fehlt, denn diese Art von Musik hat man dann doch öfter gehört.

Text: Tristan Osterfeld