2009 veröffentlichten X-Vivo ihr Album EgoPhobia, mit Out of the Smell of Decay erscheint nun eine Remix-EP einiger Stücke des Albums. Nun fällt es schwer, zu einer Remix-Veröffentlichung viel zu sagen, wenn man das Original-Album nicht kennt, weswegen hier keinerlei Angaben zu Unterschieden im Vergleich zum Album gemacht werden können. Musikalisch gibt es eine Mischung aus Industrial und Metal zu hören, die man als durchaus vielseitig bezeichnen kann. Die Metal-Einflüsse mögen an Crossover-Bands aus den 90ern erinnern, während der Industrial-Einfluss von Bands wie Nine Inch Nails oder KMFDM beeinflusst ist und sich genauso aus Genres wie Hellectro, EBM sowie IDM speist.

Das erste Stück Reflection prescht dabei relativ schnell vorwärts und erinnert mitunter an NuMetal-Bands. Last Drop überzeugt dagegen mit hartem Riffing und Beats, bleibt aber bis auf gewisse Verzerreffekte ruhig. EgoPhobia erinnert dagegen vom Gesang her an Marilyn Manson und die Riffs bleiben eher schleppend. Daymares beginnt Bass-lastig mit Klavier und verbreitet eine kühle Atmosphäre, bis Gitarren erklingen, die nicht weniger kalt wirken. Realität baut Soundscapes auf, nur um diese von Riffs durchbrechen zu lassen. Zum Abschluss gibt es noch mit Irrtümer ein Lied, das irgendwo zwischen Synthiepop und Loungeklängen schrankt. Bei diesem Lied ist leider der Text anzumerken, wenn auf Deutsch gesungen wird. Während der weibliche Gesang gut passt, wirkt der deutsche Text unbeholfen. Schade, dass der letzte Eindruck dann etwas trübt.

Insgesamt ist Out of the Smell of Decay ein interessantes Werk. Sollte das Album ähnlich gut sein, dann hat man es mit einer Band zu tun, bei der es schade ist, dass man bislang noch nichts von ihr gehört hat. Aber das kann sich ja hiermit ändern…

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Text: Tristan Osterfeld