Für A handful of elements hat Stefan Joel Weisser offenbar tief in seinen Archiven gesucht. Denn zu finden ist auf dem Album vieles, was man irgendwo mit seinem Projekt Z’ev schon einmal gehört zu haben glaubt, wenn auch in anderer Form. Wie der Name sagt wird sich an den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft orientiert und sich je ein Track mit je einem der Elemente befasst, wobei der Geist als fünftes noch hinzukommt und das Album abschließt. Alle Lieder sind dabei genau zwölf Minuten und zwei Sekunden lang und grob dem Ambient zuzuordnen, wobei jedes Lied stilistisch ganz eigene Wege geht und dabei versucht, das eigene Element zu beschreiben.

Mit rituellen Trommeln und knarzenden Drones beginnt das Album mit Ignis, wohingegen Aqua Noise-Elemente mit sublimal wahrnehmbaren Chorälen verbindet und wellenartig Soundscapes lauter und leiser werden lässt. Wiederum mit Gitarrendrones wird bei Terra gearbeitet, über die Frequenzen laufen, wobei der Gesamteindruck einer Schwere bleibt. Aer dann soll die Luft beschreiben, wobei das einzig Luftige das bleibt, was in der Noise-Collage nicht vorkommt: Es erklingen verzerrte Stimmen und ein bohrendes Geräusch und metallisches Trommeln, wobei zwischen alledem viel Freiraum zu sein scheint. Mit Animus ist man dagegen komplett im Dark Ambient angekommen und es erklingen sich überschneidende Soundscapes.

A handful of elements funktioniert so schon fast wie ein Querschnitt durch das Schaffen Z’evs, genauso aber auch als ein Einstieg in die rituelle Welt Weissers, aber auch eigenständig als gelungenes Konzeptalbum. Egal, wie die Herangehensweise sein mag, steht fest, dass der Industrialpionier noch heute zu faszinieren versteht.

Text: Tristan Osterfeld