Zunächst einmal sei den Jungs für diese Erkenntnis gedankt: dass gestern vorbei ist und nie mehr wiederkommt. Aber was sich Zukunft und die Lichter auf ihrem zweiten Album an tollen Songs auf eher unüblichen Instrumenten wie Mundharmonika, Kontrabass oder auch Banjo ausgedacht haben, das macht den Hörer froh. Texte, die an den großen Rio Reiser und seine Ton, Steine, Scherben oder auch an Thees Uhlmann oder an Fink, die Band von Nils Koppruch, erinnern. Im Jahr 2006 in einem Berliner Hinterhof in Neukölln gegründet, machen Sebastian, Martin und Ingo von Zukunft und die Lichter erfreulich melodiöse akustische Musik, die direkt in die Beine geht, aber auch von den Texten wirklich einiges zu bieten hat.

Ein ungemein abwechslungsreiches Album: Hier gibt’s Akkordeonklänge, funky Bässe und irrsinnig gute Texte, die von der Liebe und anderem Wahnsinn handeln. Es geht um Verluste und die Hoffnung, dass es doch irgendwann besser werden kann.

Zwischen dem Neo-Country-Song Meine Seele die stirbt nie, die an den leider verstorbenen Nils Koppruch erinnert, dem kritischen Parallele Wirklichkeiten, dem mit einer jazzigen Trompete veredelten Zu spät für uns zwei und der wunderbaren Nummer Verlieben liegen musikalische Welten, aber genau diese Facetten runden ein ganz besonderes Album ab und machen Vergiss was gestern war zu einem ganz heißen Tipp.

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Text: Dennis Kresse