Da sind sie wieder, die Musik gewordenen Halluzination aus der Zeit der großen Drogen: Moon Duo reanimieren den Space Rock der 60er/70er Jahre von Gruppen wie Hawkwind oder Suicide und dampfen ihn auf ihren konzeptuellen Kern ein. Gegründet wurde das Duo 2009 von Rauschebart und Wooden Shijps-Gitarrist Ripley Johnson und seiner Partnerin Sanae Yamada im einstigen Hauptquartier der amerikanischen Gegenkultur Haight-Ashbury, San Francisco.

Zunächst aber noch weitere Informationen:

Inzwischen wohnt das Paar in den Bergen von Colorado, wo (unter anderem) beinflusst vom Essay „Circles“ des 19.Jh Transzendental-Vordenkers Ralph Waldo Emerson das zweite Album mit dem Titel „Circles“ entstand (VÖ: 28.9. auf Souterrain Transmissions). Es ist formvollendeter minimalistischer Space Rock für die Club Generation und ihre Hippie-Eltern, von höchster Sogwirkung, und immer im Dialog mit dem Format des Popsongs. Wohin der Hase live läuft, sieht man im Video zur Single-Auskopplung „Sleepwalker“: In einer skurrilen Aerobic-TV-Show eines indischen Hynose-Gurus tanzen sich die Teilnehmer in einen Rauschzustand.

Hier das Video zu „Sleepwalker“:

Die Einstiegsdroge an diesem Abend heißt Camera, eine Berliner Krautrock-Guerilla, die mit Konzerten im öffentlichen Raum angenehm aufgefallen sind, dann mit den Krautrock-Originalen Michael Rother und Dieter Moebius zusammen spielten, und nun schließlich ihr Debut-Album beim Hamburger Label Bureau B veröffentlichten. Der Musikexpress vergab für diese „aufregende Reise durch spacige Sounds“ die Höchstpunktzahl.

Eine Kostprobe zu Camera:

Gewinnspiel: Das Gewinnspiel ist beendet.

Weitere Infos auf der Kampnagel-Seite:
www.kampnagel.de/index.php?page=detail&cluster=887796

Text: Pressefreigabe (Kampnagel)/Marius Meyer (Gewinnspiel)
Bilder: Page Bertelsen