Gibt es eigentlich eine verträumtere, lieblichere, ja niedlichere Stimme als die von Purity Ring-Frontfrau Megan James? Wettbewerber(innen) haben es schwer, denn der Gesang der Kanadierin betört immer wieder aufs Neue. So auch auf dem zweiten Album des Duos, Another Eternity, welches Anfang 2015 erschienen ist. Im April sind James und ihr Mitstreiter Corin Roddick mit diesem in Deutschland unterwegs. Mit Spannung dürfen die Live-Interpretation neuer Hits wie Push Pull und Repetition erwartet werden, Vorfreude herrscht aber auch wegen der „alten“ Tracks des ersten Albums – allen voran der Über-Song Fineshrine ist ein Garant für Ekstase.

Das 2012er Debüt Shrines entstand noch als Fernproduktion, weil Megan in Halifax und Corin in Montreal lebte. Diese Situation änderte sich jetzt beim Zweitwerk, welches gemeinsam in Edmonton, Brooklyn, Texas und Los Angeles aufgenommen wurde. Was gleich blieb: Das Duo hat das Album erneut selbst produziert. Für den Mix zeichnete sich diesmal der dreifache Grammy-Gewinner Jaycen Joshua (Little Dragon, Ariana Grande und Miley Cyrus) verantwortlich. Neben Megan James‘ prägnanter Stimme stehen bei Purity Ring vor allem wuchtige, gar dramatische Beats im Fokus. Diese beiden Grundelemente machen die Musik der Kanadier aus – sowohl auf Shrines als auch nun auf Another Eternity.

In welche Schublade man die Musik der beiden stecken soll? Gute Frage. Synth-, Dream- und Future-Pop sind mögliche Bezeichnungen dafür. Außer Frage steht aber, dass Purity Ring auf beiden ihrer Alben vollends überzeugen können. Den Besuchern ihrer Konzerte versprechen die beiden eine innovative neue Live-Performance. Megan James hat wieder Bühnen- und Videokleidung designt. Betrachtet werden kann diese zu den folgenden vier Terminen:

12.04.2015 Köln, Gebäude 9
13.04.2015 Berlin, Postbahnhof
21.04.2015 Hamburg, Gruenspan
22.04.2015 München, Strom

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Text: Martin Zenge
Bilder: Renata Rashka